Wochenendtrip Part II

May 11th, 2006        ,

Und hier die Fortsetzung unseres Wochenendtrips in den Norden:

Von Rosario aus tingelten wir ueber Landstrassen in Richtung Westen. Eigentlich wollten wir zu einem Salzsee fahren - Mar Chiquita oder so -, haben uns aber mit der Entfernung etwas verschaetz und sind dann in Richtung Nord-Osten nach Santa Fe umgeschwenkt.

Kurz nach Rosario kamen wir an einem kleinen Flugplatz vorbei, wo man Fallschirmspringen konnte. Zum Springen hat es diesmal nicht gereicht (war uns zu teuer), dafuer aber zu zwei Platzrunden ueber den Flugplatz in ner kleinen Cessna. War ziemlich lustig und eigentlich scheint Fliegen gar nicht so schwer zu sein.

Nach diesem kleinen Rundflug ging unsere Fahrt ueber den Campo weiter. Gegen Abend kamen wir in Santa Fe an - keine so atemberaubende Stadt - und waren erstmal ordentlich Futtern. Danach gings auf die Vergnuegungsmeile (3 oder 4 Strassen mit lauter Bars und Discos). Im Gegensatz zu Buenos Aires liegt alles relativ nah beisammen und man faellt als Auslaender auch auf und wird entsprechend (komisch) angeschaut. Da wir absolut keine Ahnung hatten, wo wir reingehen sollten, sind wir einfach zur ersten Disco, von der man uns irgendwo einen Flyer in die Hand gedrueckt hatte. War wohl ne Party, die irgendeine Abschlussklasse veranstaltet hat. Auf jeden Fall gab es Bier fuer 4 Peso (3/4 Liter, und das in ner Disco!!), was uns ueberzeugt hat, dortzubleiben. Die Nacht verbrachten wir in nem sehr einfachen, aber eigentlich stinknormalen Hotel.

Am Sonntagvormittag fuhren wir noch ein bisschen durch Santa Fe und liefen die Uferpromenada des Rio Paraná entlang. Danach gings weiter in Richtung Paraná, gleich auf der anderen Seite des Flusses. Naja, gleich ist uebertrieben, man muss erst ueber zig Bruecken und am Schluss durch einen Tunnel, bis man da ist. Paraná an sich ist ziemlich schoen. Ueberall gruen und ein gigantischer Park, in dem wir eine kleine Siesta gehalten haben. Danach waren wir noch die Innenstadt anschauen und machten uns mit kleiner Verspaetung (vielleicht erzaehle ich ein anderes Mal davon) in Richtung Buenos Aires auf.

Von der Rueckfahrt kann ich nur Bruchstuecke berichten, da ich es irgendwie doch geschafft habe, auf der Rueckbank unseres kleinen Fiat irgendwie zu schlafen. Wir waren unterwegs Essen in so ner komischen Pizza-Bude und auf der Autobahn waren wieder jede Menge Fahrzeuge ohne Licht (Kamikaze??) unterwegs. Ach genau, und man konnte ohne Ende Sterne sehen, sogar die Milchstrasse (vielleicht sind deswegen manche ohne Licht gefahren). Gegen 4 Uhr morgens waren wir dann wieder in Ballester, nachdem wir nochmal ueber die fast komplett leere Panamericana mit ihren 100000 Spuren gefahren sind, ziemlich lustig. Nach knapp zwei Stunden Schlaf musste ich um 6 Uhr wieder aufstehen, denn um halb 7 faengt die Fruehschicht an. Allerdings konnte ich in der Kombi schlafen, als ich mit Pablo zum Flughafen bin, um Christina abzuholen.

Mittags habe ich dann das Auto zur Autovermietung zurueckgebracht, natuerlich nicht, ohne vorher noch eine kleine Runde um den Obelisken zu drehen - das musste sein! Und eigentlich ist es gar nicht so schwierig, hier Auto zu fahren, man muss halt staendig in alle Richtungen schauen, aber wozu hat man Spiegel.

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Wochenendtrip Part I, neue Freiwillige

May 3rd, 2006        ,

Am Samstag habe ich mit meinen Mit-Zivis Florian und Niklas kurzfristig ein Auto gemietet. Wegen 1. Mai war ja langes Wochenende und wir wollten die Zeit nutzen, noch ein bisschen von Argentinien zu sehen und vor allem mal auf den Campo, das Land, rauszufahren. So sind wir also mit unserem Fiat Uno ueber die Panamericana in Richtung Norden losgeduest. Es dauert allerdings mindestens eine halbe Stunde auf der Autobahn (!), bis man mal voellig aus Buenos Aires draussen ist, und das, obwohl Ballester (unser Ausgangspunkt) eigentlich schon im Norden liegt.

Die erste Nacht haben wir in Rosario, der drittgroessten Stadt Argentiniens, verbracht - und zwar auf einem Parkplatz etwas ausserhalb. Das lustige war, dass der Parkplatz bis auf ein paar Autos beim ersten Anblick ziemlich verlassen aussah. Als wir allerdings unseren kleinen Fiat auf den Parkplatz lenkten und unsere Fronscheinwerfer im Vorbeifahren eines der parkenden Autos erleuchtete, sahen wir, dass dort ein Paerchen sich in unzuechtigster Weise vergnuegte… (ok, soweit wir es erkennen konnten, haben die nur rumgeknutscht und wir wolltens auch nicht genauer wissen). Auch in den anderen Autos befanden sich Paerchen, die nicht nur den schoenne Ausblick auf den Rio Paraná genossen. Zu unserer Verwunderung fuehlte sich niemand durch unsere Anwesenheit gestoert. Vielleicht hielte man uns auch fuer schwul… Am naechsten Morgen waren jedenfalls alle anderen Autos verschwunden. Wir machten uns auf, um die Innenstadt von Rosario anzuschauen. Zuerst besichtigten wir das Monumento de la Bandera - eine Mischung aus Brandenburger Tor und riesigem Turm, jedenfalls ein Denkmal fuer die Argentinische Fahne, die an eben jenem Ort achtzehnhundertsoundso zum ersten Mal gehisst wurde. Danach schlenderten wir durch die Fussgaengerzone, wobei wir von einer Gruppe betrunkener Maedels verfolgt wurden, die Geld fuer den Bus schnorren wollten und uns fuer Brueder hielten. Ist ja auch logisch… alle drei blond, muessen wohl Brueder sein.

Auf der Suche nach einem Café konnten wir leider nur eine Tankstelle ausfindig machen, wo wir ein spaerliches Fruehstueck zu uns nahmen. Danach ging es weiter in Richtung Norden…. to be continued

Wie im Titel des Posts zu lesen ist, kam gestern eine neue Freiwillige an. Christina, 19, aus der Naehe von Bonn. Sie bleibt fuer drei Monate hier. Uebrigens ist sie auch blond, so wie wir alle. Man wird sie also sicher auch bald zu unserem Geschwisterkreis zaehlen. (nur um das Klischee zu unterstuetzen).

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